Monatsarchiv: April 2014

Schulsozialarbeit vor dem Aus

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Wenn am 30.07. das Schuljahr endet, beginnen die Sommerferien und es soll der Schulschluss für die 32 SchulsozialarbeiterInnen in Bremen werden. Mit dem Aus für „Bildung und Teilhabe“ (BuT) wird wieder einmal ein sinnvolles, an den Menschen orientiertes und dem Gemeinwohl nützendes Projekt dem Sparzwang geopfert. Als 2010 zwischen Bund und Ländern das Paket „Bildung und Teilhabe“ ausgehandelt wurde, gab es  bundesweit 3025 SchulsozialarbeiterInnen, davon 8 in Bremen1. Mit 2,4 Millionen Euro aus Bundesmitteln schaffte die damalige Bremer Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper 50 Vollzeitstellen. Geplant für 2 Jahre sollte es im Dezember 2013 enden. Das Projekt hat sich bewährt, so die einhellige Meinung. Sozialarbeit ist ein wichtiges Element in unserer Gesellschaft, das sinnvoller Weise einen Einzug direkt in die Schulen gefunden hat. Für Kinder und Jugendliche können SchulsozialarbeiterInnen vor Ort individuelle und soziale Unterstützung leisten. Auch Lehrkräfte, ErzieherInnen und SozialpädagogInnen profitieren durch die qualifizierte Hilfe. Ein vorrangiges Ziel ist es, mögliche Konflikte und Probleme zu vermeiden oder diese zumindest zu verringern. Dabei wird nicht am Schulhof Halt gemacht, sondern man geht auch darüber hinaus. Es ist eine Vernetzung von Schule, Stadtteil und sozialen Einrichtungen entstanden, von der alle Beteiligten profitieren. So machten sich Schüler, Eltern, Lehrerschaft, soziale Organisationen, Behörden und Ortspolitiker schon frühzeitig für eine Fortführung von BuT stark. Bei den politisch Verantwortlichen in Bund und Land wurde das Ganze jedoch nur auf eines reduziert: Geld. Es geht schließlich um Bundesmittel von 400 Millionen Euro pro Jahr oder um 2,4 Millionen Landesmittel, wenn Bremen einen Alleingang wage, und das sei nicht finanzierbar. Kurz vor Ultimo, aber noch pünktlich vor der Bundestagswahl, verkündete Bremens Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD), aus Landesmitteln könne das Projekt mit 32 SchulsozialarbeiterInnen bis zum Ende des Schuljahres fortgesetzt werden. Ende November warb dann Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) für die GroKo und den Koalitionsvertrag: „Wir werden die Debatte über … Weiterlesen

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